Nördlingen und das Ries

Vor ca. 14,5 Millionen Jahren entstand in einem Inferno unvorstellbaren Ausmaßes, das Nördlinger Ries. Ein Asteroid von etwa 1,0 km Durchmesser schlug mit einer Geschwindigkeit von 70.000 km/h auf den Höhenzügen der Schwäbischen Alb auf und schuf mit ca. 25 km Durchmesser einen der größten Meteoritenkrater unserer Erde.

Auch heute noch kann man die Spuren der Katastrophe an verschiedenen Gesteinsaufschlüssen nachvollziehen. So absolvierten auch die Raumfahrer-Besatzungen von Apollo 14 und 17 wegen des „mondähnlichen“ Gesteins, dem „Suevit“, ihr Feldtraining im Ries. Im einzigartigen Rieskratermuseum kann der Einschlag audiovisuell nacherlebt werden, wie auch ein Stück echten „Mondgesteines“, eine Leihgabe der NASA, bewundert werden.

In der alten, früher freien Reichstadt Nördlingen selbst, zeigt sich dem Besucher ein Kleinod mittelalterlicher Städtebaukunst. Aus der Luft oder auch vom Wahrzeichen der Stadt, dem „Daniel“, bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf Türme, Tore und Wehranlagen. Die alten Bürger- und Gerberhäuser, die Kornschranne und die verschiedenen Märkte, geben heute noch Zeugnis vom blühenden Handel und Gewerbe dieser einst bedeutenden Messe- und Handelsstadt.

Seinen Besuchern stellt sich heute Nördlingen als eine geglückte Verbindung zwischen Geschichte und zukunftsorientierter Gegenwart dar. Eine Stadt und eine Landschaft die es sich lohnt zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad zu erkunden!

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